Leons Erkrankung
 

 

Man unterscheidet grundsätzlich das Cushing-Syndrom und Morbus Cushing (engl.: Cushing's Syndrome und Cushing's desease) sowie den "iatrogenen" Cushing.

Beim Cushing-Syndrom befindet sich, einfachausgedrückt, in der Nebennierenrinde ein Adenom (Geschwulst, Tumor oder ein Adenokarzinom (Krebsgeschwulst). Dieses regt die Nebennierenrinde dazu an, vermehrt Cortisol zu produzieren. Man spricht auch von einem "adrenalem Cushing".

Beim Morbus Cushing ist der Auslöser ein meist gutartiger Tumor in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse). Die Hypophyse wird vom Tumor stimuliert ein Hormon mit dem Namen ACTH in sehr hohen Mengen auszuschütten. Das wiederum veranlasst die Nebennierenrinde zu erhöhter Cortisolbildung. 

Die Ursache für die Form des "iatrogenen Cushings" ist die kurzfristige, sehr hoch dosierte externe Gabe von Kortikosteroiden. Wird das Cortison abgesetzt, verschwindet auch das Cushing. 

    Mögliche Symptome (das Krankheitsbild ist uneinheitlich):
    vermehrter Durst + vermehrtes Harnlassen
    verstärkter Appetit
    Stammfettsucht an Brust und Bauch
    Haarausfall bis zur stellenweisen Kahlheit
    Hautveränderungen (Schwarzfärbung)
    Lebervergrößerung
    Hinterhandschwäche
    Entzündungsanfälligkeit (spez. Urinaltrakt)
    Diagnose:
    Bei Verdacht auf das Vorliegen von CS ist ein sinnvolles diagnostisches      
    Vorgehen erforderlich. Verschiedene Tests zur Diagnosesicherung
    sind möglich:
  - ACTH-Stimulationstest (ACTH-Stimulationstest ermöglicht die 
     Differenzierung zwischen spontanem und iatrogenem CS) und/oder
  - niedrigdosierter Dexamethason-Suppressionstest oder 
  - Kortisol/Kreatinin-Verhältnis im Urin
     
     Zur Differenzierung zwischen hypophysärem CS und funktionellem Neben- 
     nierenrindentumor:
  - Röntgenuntersuchung    
  - niedring-dosierter Dexamethason-Suppressionstest mit Vierstundenwert
    Ultraschalluntersuchung der Nebennieren.
  - Messung des endogenen Plasma-ACTH-Spiegels
  - ggf. Computertomographie oder Kernspintomographie
    Therapie:
  - medikamentöse Therapie bei hypophysärem CS  
  - bei beidseitigen Nebennierenrinden-Tumoren, bei Metastasierung oder   
    wenn der Zustand des Patienten einen chirurgischen Eingriff nicht zulässt.   
  - chirurgische Therapie bei einfachen Nebennierenrinden-Tumoren, ohne 
    Metastasierung
  - Bestrahlung der Hypophyse bei hypophysärem Makroadenom (meist
     gutartige Drüsengeschwulst mit einem Durchmesser über einen Zentimeter)
    wird jedoch nur in Spezialeinrichtung durchgeführt.   

 

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